Seminare und Ausbildung

Die Ausbildung unserer Hunde basiert auf:
- Erkennen der individuellen charakterlichen Eigenschaften und Veranlagungen,
- Analyse dieser Eigenschaften und Veranlagung, damit verbundene Aufbau-   und Ausbildungsmöglichkeiten,
- Förderung, Ignorieren oder Blockieren von jeweilig gewünschtem oder unerwünschtem Verhalten,

Dabei stützen wir uns auf wissenschaftlich anerkannte Lernweisen von Tieren und ein über Jahre ausgeklügeltes Konzept im Grundaufbau.
Bei insgesamt mehr als 35 Jahren Erfahrung in der Hundeausbildung hat Armin viele Dinge gesehen, miterlebt und teilweise selbst praktiziert, die nicht zum eigentlich gewünschten Erfolg führten.

Freudig und aufmerksam lief früher fast kein Hund neben seinem Hundeführer, höchstens korrekt. Ende der 80er, Anfang der 90er ist es HF gelungen, freudig arbeitende Hunde auf großen Prüfungen vorzuführen. Hier mangelte es jedoch an der Korrektheit der Positionen, was jedoch von der LR noch nicht so stark bemängelt wurde. Es war die Zeit, wo man lieber einen freudig arbeitenden Hund sah, als ein lustloses Verhalten. Ende der 90er wurden Hunde präsentiert, die scheinbar freudig und korrekte Arbeit mit ihren HF zeigten. Die Bewertungen durch die LR waren entsprechend hoch. Hundesportler mit entsprechenden Ambitionen mussten ihre Ausbildungsmethoden hinterfragen und nicht selten umstellen. Durch die Verbreitung des Wissensstandes sah man eine Dekade später fast nur noch Hunde, die sehr viel Motivation bei korrekter Positionierung und Übungsausführung zeigten.
Aber auch hierbei erlebte man Hunde, die eine falsche Motiviation zeigten. Und auch heute noch sehen wir viele Hunde, die innerhalb der Arbeit Beschwichtigungsgesten, Stressverhalten, Unruhe und andere unerwünschte Symptomatiken bei der Arbeit in allen Abteilungen zeigen. Leider wird ein solches Verhalten oft von vielen Leuten mit Trieb verwechselt. Aber der erfahrene LR oder HF beobachtet und analysiert auch die Körpersprache des Hundes.

Nur wenige, gute HF sind in der Lage, ihre Hunde so auszubilden, dass man sich diese Arbeit sehr gerne, und voller Hochachtung anschaut.
Diese Hundeführer haben aber nicht nur einfach einen guten Hund, oder halt das richtige Händchen für die Sache. Sie betreiben diesen Sport schon sehr lange und haben die richtige Einstellung zum Tier und zur Ausbildung.
In fast allen Fällen haben diese Profis ihr Wissen und Können nicht aus Büchern oder von Videos abgeguckt. Sie haben sich ihre Fähigkeiten grösstenteils dadurch erworben, indem sie andere "Könner" gefragt oder auf die Finger geschaut haben, um dann - unter deren Anleitung versteht sich - dies dann selbst zu praktizieren.

Auch uns ist dieses Wissen und Können nicht in den Schoss gefallen. Es ist vielmehr ein Produkt von vielen Ratschlägen, stundenlanger Diskussionen in Vereinsheimen, letztendliches Ausprobieren und den daraus resultierenden Erkenntnissen. Dabei haben wir auch Rückschläge hinnehmen müssen, aber letztendlich wieder Erfahrungen gewonnen.
Hohe und vor allem langlebige Leistungen lassen sich einfach besser mit durchdachter und strukturierter Qualität erreichen, anstatt mit stumpfer Quantität.

Wenn Hunde innerhalb der Ausbildung, oder auch auf Prüfungen, bestimmte, unerwünschte Verhaltensweisen zeigen, sieht Armin das meistens schon vorher; und sagt es dann auch. Viele Hundesportler fragen ihn dann: "Woher wusstest Du das ?" oder "Woran hast Du das schon wieder gesehen ?" Die Antwort ist einfach: "Erfahrung in der Sache !" Nun könnten wir aber unseren Mund halten und denken: "Soll derjenige doch sehen, wie er mit dem Problem fertig wird."

Andersherum denken wir dann, dass uns auch schon einige wenige, sehr gute Leute geholfen haben. Das wird hoffentlich auch in Zukunft auch noch so sein, denn Hundesport und seine Ausbildungsmethoden werden sich immer weiterentwickeln. Heute fliessen u. a. auch wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Verhaltensforschung mit in die Ausbildung ein. Diejenigen, die nicht bereit sind, diese Entwicklung mitzumachen, bleiben auf der Strecke. Auch dafür gibt es Beispiele genug. Richtig guter Hundesport ist heutzutage Hochleistungssport, sehr zeitintensiv und wird grösstenteils mit dem Kopf betrieben.

Massive Einwirkungen - egal mit welchen Hilfsmitteln - sind nicht immer des Rätsels Lösung und führen meist nur zum kurzfristigen Erfolg. Eine auf Dauer anspruchs- und ausdrucksvolle Arbeit basiert vielmehr auf Problemerkennung, Vorüberlegung, konsequente Anwendung von Lerngesetzen und einer gehörigen Portion Wissen.
Wer meint, er könne dies vernachlässigen, ist heutzutage nur noch in der Lage eine Vereinsprüfung zu absolvieren. Auf weiterführenden Prüfungen wird diese Art der Ausbildung immer öfter abgefragt, denn durch anspruchsvollere Ausbildungsmethoden wurden auch die Prüfungsordnungen und deren Auslegung durch die Leistungsrichter angepasst. Ein ständig dynamischer Prozess, mit dem der HF sich heutzutage auseinanderzusetzen hat. Hierbei geht es um die richtige Kommunikation mit dem Hund. Wichtig für alle Ausbilder, Hundeführer und Schutzdiensthelfer.

Aus diesen Überlegungen heraus, sind wir bereit, unser Wissen und unsere Erfahrung in Theorie & Praxis weiterzugeben.

Seminarangebote:
Mittlerweile sollte bekannt sein, dass ich max. nur 4 Seminare pro Jahr durchführe, um die Qualität und Individualität zu erhalten.
Deshalb ist es ratsam, sich frühzeitig abzusprechen.

Learning by Doing (Teil 1)

grob umrissen umfasst die Schulung

- Erkennung und Analyse der Wesensmerkmale und charakterlichen Eigenschaften unseres Hundes als Motivationsgrundlage,
- Aufbau eines Hundes, richtige und echte Motivation erzeugen,
- Lern- und Kommunikationsarten mit dem Hund (und deren Auswirkung)
- Setzen von Signalen als Auslöser für bestimmtes Verhalten,
- Aufmerksamkeit wecken und festigen, Verlauf einer Ausbildung,
- Vertiefung und Aufrechterhaltung des Erlernten.

Ein detaillierterer theoretischer Teil mit einem speziellen Anteil über reaktives und aktives Lernverhalten und deren praktische Anwendung in der Ausbildung wird ebenfalls angeboten.

Auch die Diskussion über Gegenkonditionierungen von fortgeschrittenen Hunden bei einer negativen Erfahrung im Bereich der instrumentellen Konditionierung (Reiz-Reaktion-Lernen) sind ebenso möglich, wie die Löschung von Verhalten im Bereich der klassischen Konditionierung (Wenn-Dann-Beziehung).

Anwendbar ist dies für alle Abteilungen. In der Praxis kommen die theoretischen Ansätze zur Anwendung. Wenn gewünscht, können Problembehandlungen und deren Lösung bei fortgeschrittenen Hunden im Vordergrund stehen. Nach dem Prinzip "Learning by Doing" wird in jeder Abteilung mit Hund und HF gearbeitet.

Dabei erscheint es mir wichtig, nicht nur die Möglichkeiten aufzuzeigen. Die Teilnehmer sollen die Gelegenheit bekommen, das Erlernte zu verarbeiten, um es  dann praktisch bei ihrem Hund selbstständig anzuwenden. Auch die Schulung vereinszugehöriger Schutzdiensthelfer kann mit einbezogen werden.

Learning by Doing (Teil 2)

Dieses Seminar ist für Hundeführer und Schutzdiensthelfer gedacht, die das 1. Seminar besucht haben oder diese Ausbildungsform bereits praktizieren.
Die Ausbildung und Kommunikation mit dem Hund wird hierbei nun intensiviert und verfeinert.
Hierbei wird die Anwendung weiterer Signale gelehrt, häufige Ausbildungsfehler per Videoaufzeichnung besprochen, etc.

Schutzdienstseminar
Ein Seminar speziell zur Schulung von Schutzdiensthelfern und Ausbildungswarten.

Ohne guten Helfer und Ausbilder kann es keinen vernünftigen, langfristigen Erfolg geben. Griff-, Führigkeits- und Bewachungsprobleme tauchen immer wieder auf.
In diesem Seminar wird intensiv der strukturierte Aufbau und der weitere Ablauf erläutert; das wieso und warum erklärt und den Helfern verschiedene Techniken nahegebracht.
Gut für die Ausbildungsarbeit im Verein und auch für den Einsatz bei Wettkämpfen.

Fährtenseminar
Bei diesem Seminar kann der Junghundaufbau gezeigt werden. Aber auch die Problembeseitigung bei Hunden im fortgeschrittenen Stadium.
Hierbei werden Lösungsmöglichkeiten - unter Anwendung der verhaltensspezifischen Lerngesetze - aufgezeigt und anschaulich praktiziert.

Falls Sie oder Ihre Vereinsmitglieder Interesse haben, sprechen Sie uns einfach an, oder schicken mir eine E-Mail.






andere Seminare
In den Jahren 2002 und 2003 war Armin beim Westfälischen Studieninstitut Münster als Gastdozent tätig. Hierbei wurden von ihm Seminare mit den folgenden Themen angeboten:

1. Beurteilung der Gefährlichkeit von Hunden nach der LHVO NW
Hierbei wurden Fachkräfte der kommunalen Ordnungs- und Veterinärbehörden unterwiesen, die verschiedenen Charaktere von Hunden aufgrund ihrer Mimik und Körpersprache richtig einschätzen, zu beurteilen und in Maßnahmen nach der LHVO und dem TSchG umsetzen.

2. Praktischer Umgang mit gefährlichen Hunden
Hierbei wurden Mitarbeiter/innen von Umwelt- oder Ordnungsämtern, Sozialdiensten oder Abfallwirtschaftsbetrieben der Kommunen unterwiesen, die Verhaltensweisen von Hunden einschätzen und so die Eigengefährdung weitestgehend zu minimieren.

Seit 2006 als Gastdozent beim Studieninstitut Westfalen Lippe:

3. Abtransport von Fundhunden
Ein Folgeseminar für Ordnungsbehörden, welches sich mit dem Erkennen von Charaktereigenschaften bei Hunden und dem Abtransport von Fundhunden beschäftigt.

4. "Tiere im Recht"
Im Jahre 2002 wurde von Armin u.a. eine gut 60 Seiten umfassende Seminararbeit mit dem Thema ?Tiere im Recht? verfasst.
Sie befasste sich mit der Frage, ob eine Hundeausbildung im Rahmen des Schutzhundesports sinnvoll und im Einklang mit den landesgesetzlichen Vorgaben steht. Hierbei konnte anschaulich dargestellt werden, dass eine artgerechte Erziehung und Ausbildung unserer Hunde nur dem Wohle unserer sozialen Gesellschaftsstruktur dienlich sein kann.