Einsatz als Schutzdiensthelfer

Gerade 17-jährig, erwarb Armin den damaligen "Helferschein" und wurde erstmalig für einen Pokalwettkampf, zusammen mit einem anderen Helfer, nominiert.

Hier nahmen 20 Hund teil, ganze 9 bestanden in der Abtlg. C. Dazu muss man wissen, dass zur damaligen Zeit die Qualität eines Wettkampfhelfers u. a. daran gemessen wurde, wie viele Hunde den SD nicht bestehen konnten.

Seine Helferarbeit beschränkte sich nicht nur auf Tätigkeiten innerhalb meines Vereins. Er arbeitete bei  diversen Meisterschaften und Pokalwettkämpfen, aber auch in benachbarten Vereinen, denn "Helfermangel" gab es schon damals.

Durch die Ausbildung mit den Hunden lernte er  Edgar Scherkl kennen, und gestärkt durch die hier gewonnen neuen Erkenntnisse bei der Ausbildung mit "Rambo" entwickelten sich bei ihm auch ganz andere Sichtweisen und Arbeitstechniken. Er wurde zu einem gefragten Schutzdienstausbilder für "Problemfälle", besonders bei älteren Hunden.


Es folgte der Einsatz als Helfer auf Kreis-, Landes- und Verbandsmeisterschaften, wo die Meldezahlen ganz plötzlich schrumpften, als bekannt wurde, das er figurieren sollte. Fakt aber war, dass Hunde die sich bei ihm durchsetzten, bei allen anderen Helfern keine Probleme hatten und gute Arbeit zeigten.

1994 wurde Armin gefragt, ob er nicht Lust hätte, das Championat der Malinois zu figurieren. Oh ja, natürlich, dachte er sich. Dieser Hunderasse, die in den letzten Jahren immer mehr und mehr zu sehen war, wollte er mal auf den Zahn fühlen. Heiner Bruns besaß 1985 oder '86 den ersten dieser Hunde in unserer Gegend. 1989 lernte Armin Volker Riedel und seinen "Kolos des Deux Pottois" auf der dHV DM kennen. Dann tauchten sie durch Edgar in Repelen auf, und später allerorts.
Anfangs waren sie noch verpönt als "Modeerscheinung", "Strohfeuer", etc.; dann gehasst als "Fleckenfüchse", "gelbe Stallhasen", "Pommesstäbchen", usw.
Ehrlich gesagt, auch Armin konnte diesen Hunden anfangs nicht viel Sympathie abgewinnen. Aber beim DMC-Championat 1994 bekam er eine ganz neue Sichtweise über diese Hunderasse. Es überraschte ihn, wie gut die Hunde sich einsetzten, nicht nur im Schutzdienst. Zwei Hunde konnten in C nicht bestehen, was jedoch auf fehlerhaften Ausbildungsstand und weniger auf die Qualität der Hunde zurückzuführen war. Niedrige Punktzahlen oder "ungewohntes" Figurieren führten damals zu keinerlei Unmutsäußerungen. Diese Ergebnisse waren halt auch unter widrigen Umständen hart und ehrlich erkämpft, und man war sich gewiss, dass man diese Punkte bei anderen Prüfungen auch erreichen konnte.


In nächster Zeit blieb ihm dann der Einsatz als Helfer auf größeren Prüfungen verwehrt, weil er ja selbst mit Clip dort startete, aber auf verschiedenen Zuchttauglichkeitsprüfungen und Körungen des DMC durfte er den Richtern als Körhelfer bei der Urteilsfindung zur Seite stehen.

Im Jahre 2000 wurde Armin vom niederländischen Verband eingeladen, die holländische Meisterschaft der Belgischen Schäferhunde (NVBH NK IPO) zu figurieren.

Unter den teilnehmenden Hunden befand sich auch ein Groendael (...geht doch...) und u. a. der Malinois "Dewi van Fort Oranje". Ein beeindruckender, derber Hund mit viel Wucht.

Im Jahr 2001 wurde Armin erneut auserkoren, das DMC-Championat zu figurieren.

Und ebenso im Jahr 2003.

Besonders erfreut war er über die Nominierung als Helfer für die VDH DM IPO 2003 in Leutenbach.

Ausrichter war der DMC. Bei tropischen Temperaturen (39° C), wurde von Hunden und Helfern alles abverlangt.

Hier trifft sich die Elite der einzelnen Gebrauchshundeverbände, um die Mannschaft für die Weltmeisterschaft aller Gebrauchshundrassen zu ermitteln.

Nur der direkte Vergleich aller Rassen zusammen kann bei einem von vornherein fairen Wettkampf das beste Gebrauchshundeteam herausstellen.

Anfang 2005 bekam Armin vom dänischen Verband für Belgische Schäferhunde die Einladung, die Dänische Meisterschaft zu figurieren.
Mit dem Flieger ging's nach Kopenhagen und er konnte sich am Samstag die Fährtenleistungen der Hunde anschauen.
Obwohl die erreichten Punktzahlen nicht so hoch ausfielen, war er angetan von der lockeren und freundschaftlichen Atmosphäre.
Hier ist der Helfer nicht der "Schuldige" für evtl. Ausbildungsfehler oder Unzulänglichkeiten des Hundes am Prüfungstag.

Diese Veranstaltung war gleichzeitig eine entscheidende Qualifikation zur FMBB - WM 2005, welche in Aue (Sachsen) stattfand.

Auch hierbei brachte der DMC ihm das Vertrauen entgegen, auf der bedeutensten Veranstaltung für Belgische Schäferhunde als Figurant im 2. Teil des Schutzdienstes tätig zu sein.


Hierbei wurde im Betonkessel des Erzgebirgsstadions Aue die "Hitzeschlacht" von Leutenbach noch fast übertroffen.

Bis 2010 stand er dem DMC als Körhelfer zur Verfügung.




Wie beispielsweise hier bei der Körung in Halle (Saale),

 

oder zuletzt bei der in Porta Westfalica.

Bis heute ist Armin immer noch ein gefragter Schutzdiensthelfer und begleitet andere Hunde im Training.